Stiftung Mary Ward

Träger: Stiftung Mary Ward

Mit dem 01.01.2016 ist die Trägerschaft des Kinder- und Jugendhilfezentrums mit seinen Angeboten in die kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts “Stiftung Mary Ward – Hilfe und Bildung für Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderung” übergegangen. Damit hat der bisherige Träger, die Congregatio Jesu – Mitteleuropäische Provinz KdöR, die Weiterführung der Angebote langfristig abgesichert.

 

Das HAUS MARIA FRIEDEN wird nun unter dem Namen Stiftung Mary Ward u. a. die Jugendhilfeangebote umsetzen. Der Sitz der Stiftung ist Velbert-Langenberg. Die Stiftung wird von zwei Organen geführt, bzw. beaufsichtigt. Dem Vorstand, der die Geschäfte der Stiftung führt und dem Stiftungsrat, der die Arbeit des Vorstandes berät und beaufsichtigt. Unbeschadet stiftungsrechtlicher Normen unterliegt die Stiftung nach Maßgabe des Kirchenrechts der Aufsicht der kirchlichen Stiftungsbehörde Köln.

 

Die Einrichtung ist im Jahre 1948 von der Ordensgemeinschaft der Maria-Ward-Schwestern (heute: Congregatio Jesu) gegründet worden. Aus Dankbarkeit darüber, dass die Schwestern und ihre Niederlassung in Mainz im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Bombenschäden verschont geblieben sind, gründeten sie diese kleine Ordensniederlassung in Langenberg, am Bökenbusch. Diesem Vermächtnis entsprechend und mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel und die aktuellen Nöte der Zeit entwickelte sich das Kinderheim für Kriegswaisen in eine moderne Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit differenzierten Angeboten. Hier sollen die Kinder und Jugendlichen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes in ihren Entwicklungsmöglichkeiten und Fähigkeiten gefördert und zu einem selbstbestimmten, verantwortungsbewussten Leben herangebildet werden. Im Geiste Mary Wards wird ausdrücklich Wert auf die Stärkung von Mädchen und Frauen gelegt, die oft in besonderer Weise Benachteiligung erfahren.

 

Diese weltweit vertretene Schwesterngemeinschaft sieht seit ihrer Gründung durch Maria Ward zu Beginn des 17. Jahrhunderts ihre Berufung in der apostolischen Arbeit an Kindern und Jugendlichen in Erziehung und Bildung. Maria Ward (23.01.1585 – 30.01.1645) setzte sich vor mehr als 400 Jahren für die Erziehung der Mädchen zu selbständigen Frauen ein. Mit großer Tatkraft und Entschiedenheit bildete sie eine Ordensgemeinschaft von Frauen nach dem Vorbild der Jesuiten und strebte deren offizielle Anerkennung beim Papst an. Hierzu pilgerte sie 3-mal von England nach Rom. Maria Wards Weg war steinig und in der kirchlichen Anerkennung ihrer Sache kam sie zu ihrer Lebenszeit kaum einen Schritt weiter. Erst 1749, 1877, 1909, 1978 und 2004 wurde Schritt für Schritt anerkannt, was Maria Ward aus tiefem Glauben heraus mutig begonnen hatte. Die Gemeinschaft Congregatio Jesu breitete sich über viele Länder und Kontinente aus und heute sind rund 2.000 Schwestern in über 20 Ländern tätig. Eine fundierte Ausbildung ermöglicht es den Schwestern, als religiösen Lebensvollzug ihre Arbeitskraft ungeteilt und gezielt in den verschiedenen sozialpädagogischen Aufgabenfeldern einzusetzen.