Kinderheim erinnert sich an den Brand 1982

Kinderheim erinnert sich an den Brand 1982

Das schreckliche Ereignis nähert sich am 10. Juli zum 39. Mal. Damals ging das alte Kinderheim rasch in Flammen auf und Menschen verstarben. Dank der sehr großen Hilfsbereitschaft der Velberter Bürger konnten die meisten Kinder am Tage untergebracht werden und später in das neu errichtete Kinderheim zurückkehren.

„Noch immer ist Feuer ein sehr sensibles Thema, trotz vieler Sicherheitsmaßnahmen. Wir bedauern noch heute, dass es zu diesem schrecklichen Ereignis gekommen ist und fühlen mit den Hinterbliebenen“, erläutert Peter Huyeng, Leiter. Das Kinder- und Jugendhilfezentrum hat sich enorm weiterentwickelt und heißt seit Anfang 2016 Stiftung Mary Ward. Dies im Gedenken an die Ordensgründerin der Maria Ward Schwestern. Mary Ward hat sich maßgeblich für Mädchen und gegen deren Benachteiligung eingesetzt.

Fensterkonzert im Kinderheim der Stiftung Mary Ward

Fensterkonzert im Kinderheim der Stiftung Mary Ward

Der kleine Einspieler in der Lokalzeit Ruhr hat bei Peter Huyeng, Vorstand der Stiftung, das Interesse geweckt. Schnell gelang es den Kontakt zum Musiktheater im Revier. So brachte der Kulturtransporter Kultur direkt vor die Haustür. An der kleinen Vorstellung nahmen einige Gruppen teil, aus dem Fenster ihrer Häuser oder als Zaungäste im eigenen reservierten Bereich mit Tests und Maske. „Eine kleine Abwechslung, ein neues Thema und eine super Idee“, so Huyeng. „Toll, wie unkompliziert der Kontakt und die Umsetzung gelungen ist.“ Im nun bauten die Künstler*innen ihre Bühne auf und präsentierten eine szenische Lesung der Ballade „Das musikalische Nashorn“ von Peter Hacks. Darin zeigt sich der Stellenwert von Musik im gesellschaftlichen Zusammenleben, die sich schlussendlich im friedlichen Miteinander zwischen Nashorn- und Löwenherde zeigt. Gerne ist das MiR und die Kulturtransporter in der Stiftung Mary Ward wieder eingeladen.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen die kulturelle Isolation!“ fährt der Transporter des MiR zu Menschen vor die Haustür, um in einer Art Fensterkonzert interessierte Menschen  zusammenzubringen und ein Stück (langvermisstes) Theater und ein besonderes Theatererlebnis zu ermöglichen, wenn sie schon nicht ins Theater dürfen bzw. die Türen nicht geöffnet werden können.

Pinguin, Elefant & Erdmännchen

Pinguin, Elefant & Erdmännchen

Endlich war es soweit! Die Vorschulkinder unserer Kindertagesstätte konnte nun durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen einen gemeinsamen Ausflug machen. So ging es bepackt mit Butterbrot und Sonnencreme in den Wuppertaler Zoo. Es gab viel zu sehen und viele Berge auf und ab zu laufen. Kein Wunder das die Kinder am Nachmittag dann zufrieden und müde wieder nach Hause kamen.

Bindungskompetentes Verhalten födern

Bindungskompetentes Verhalten födern

Herr Dr. Michael Hipp als Referent in der Stiftung Mary Ward

Bereits zum zweiten Mal war Dr. Hipp bei allen Fachkräften der Stiftung Mary Ward zu Gast. Diesmal nicht persönlich sondern als Webinar an den Bildschirmen. Mit großem Interesse verfolgten so viele Bilder den Ausführungen von Dr. Hipp zum Thema, was können die Fachkräfte in der Stiftung Mary Ward in ihren Arbeitsbereichen Kita, OGS und Heimbereich tun, um Kinder, Jugendliche und Eltern in der Bindungsentwicklung zu unterstützen.

Die ersten Lebensjahre sind für jeden Menschen für das ganze Leben sehr bedeutsam. „Hier nachzusteuern und korrigierende und unterstützende Erfahrungen zu ermöglichen ist Aufgabe in allen pädagogischen Bereichen der Stiftung“, so Huyeng, Stiftungsvorstand. „Dabei ist für uns wichtig, freundlich fürsorglich zu wirken, um so Entwicklung zu ermöglichen.“ Wie immer war die Fachveranstaltung gut besucht, Praxisbeispiele konnten beraten und hilfreiche Tipps in die Arbeit genommen werden.

Dr. med. Michael Hipp
– Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
– Ehemaliger Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Hilden
– Mitbegründer des Förderkreises KIPKEL e.V. Prävention für Kinder psychisch kranker Eltern im Kreis Mettmann
– Initiator der Kooperationsvereinbarung zwischen der Erwachsenenpsychiatrie und der Jugendhilfe des Kreises Mettmann
– Dozent der Fachhochhochschule Münster und der Hochschule Bremen für die Referate Weiterbildung im Rahmen der Zertifikatskurse „Sozialpsychiatrische Fachkraft in der Arbeit mit Familien“

Warum in die Ferne schweifen …

Warum in die Ferne schweifen …

Luisa Tackenberg zog es nach ihrem Abitur nicht in die Ferne. Sie entschied sich frühzeitig für ein freiwilliges Soziales Jahr in einer Wohngruppe der Stiftung Mary Ward. Einblicke in die Arbeitswelt wollte sie erhalten, in der Berufswelt ankommen statt direkt nach der Schule in der Uni oder Ausbildung die nächste „Schulbank zu drücken“.
Zu überprüfen, ob ein Beruf in der sozialen Arbeit wirklich für einen selbst geeignet ist, treibt viele junge Menschen an, einen freiwilligen Dienst zu absolvieren. Andere wollen einfach für andere da sein, sich gesellschaftlich engagieren oder mit dem Jahr ihre Fachhochschulreife erwerben. Die Stiftung Mary Ward hält in ihren verschiedenen Angeboten 8 Stellen dafür bereit.
Ganz gewiss lernt man in diesem Jahr viel über sich selber und entwickelt sich persönlich weiter. So auch Luisa Tackenberg: „Ich bin selbstbewusster und deutlich erwachsener geworden.“ Durch die begleitenden Seminare des Caritasverbandes Köln habe sie viele neue Leute kennengelernt, sogar Freundschaften seien entstanden.
Besondere Herausforderungen in dem Jahr waren für sie die teilweise originellen Verhaltensweisen der Kinder. Nie alleine im Dienst, immer mit Unterstützung der Pädagogischen Fachkräfte rechnen könnend, konnte sie deren Umgang damit aus der Distanz beobachten und Tag für Tag selbst sicherer werden, ihre Grenzen stets neu ausloten.
Nach zwei Wochen Abwesenheit wegen Seminar und Urlaub war die Wiedersehensfreude der Kinder über Luisa Tackenberg Rückkehr groß und es gab eine stürmische Begrüßung.
Besonders große Freude bereite es ihr selber, wenn sie abends beim Zu Bett gehen der Kinder gesagt bekommt wie schön der Tag heute war und die Kinder glücklich einschlafen.
Für Luisa Tackenberg ist der Plan aufgegangen, im Sommer startet sie ihr duales Studium der sozialen Arbeit.
Sollte auch ihr Interesse geweckt sein, freut sich die Stiftung Mary Ward über eine Kontaktaufnahme oder sie bewerben sich direkt. Wie das gehen kann, erfahren sie über die Homepage der Einrichtung: www.stiftungmaryward.de
Ach so, eins noch: einen PKW-Führerschein sollten Sie haben oder kurz vor dem Abschluss stehen. (Wir freuen uns auf sie!)

Bild: 2 unserer aktuell 5 FSJler (v. l.) Luisa Tackenberg und Marcel Weihs